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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2010 Moderates Umsatzwachstum im Krisenjahr 2009

Moderates Umsatzwachstum im Krisenjahr 2009

Die Geschäftsentwicklung von Creditreform dokumentiert auch das gestiegene Risikobewusstsein der Unternehmen in der Wirtschaftskrise.

Neuss, 05.07.2010

Creditreform hat den Inlandsumsatz trotz Rezession und dem damit verbundenen Rückgang des Geschäftsvolumens in der deutschen Volkswirtschaft auf 481 Millionen Euro gesteigert (2008: 472 Millionen Euro). Die Umsatzverteilung auf die traditionellen Kerndienstleistungen der Unternehmensgruppe lautet wie folgt:

  • Wirtschaftsauskünfte mit einem Umsatz von 257 Millionen Euro (2008: 248 Millionen)
  • Forderungsmanagement (inkl. Factoring) mit einem Umsatz von 193 Millionen Euro (2008: 184 Millionen Euro)
  • Die unter dem Dach der Creditreform AG tätigen zentralen Service-Gesellschaften (u. a. CEG Creditreform Consumer GmbH, Creditreform Rating AG, microm und bedirect) trugen 2009 nach einer internen Umgruppierung des IT-Dienstleisters Ecofis mit 31 Millionen Euro (2008: 40 Millionen Euro) zum Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe bei. Auf Going Concern-Basis blieb der Umsatz nahezu konstant.

Unter Einschluss des internationalen Geschäfts der Creditreform Gruppe stieg der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2009 auf 533 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 520 Millionen Euro.

Wirtschaftsauskünfte identifizieren Chancen und Risiken

Creditreform hat im Jahr 2009 15,5 Millionen Wirtschaftsauskünfte (2008: 14,9 Millionen) über deutsche Unternehmen erteilt. „Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr dokumentiert das gestiegene Risikobewusstsein der Unternehmen in der Wirtschaftskrise. Während ein nicht unerheblicher Teil des Geschäftsvolumens in der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2009 weggebrochen ist – das zeigt der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um fünf Prozent gegenüber 2008 –, werden die trotz Krise getätigten Geschäftsabschlüsse durch den Einsatz von Wirtschaftsauskünften intensiver abgesichert als zuvor“, so Volker Ulbricht, Hauptgeschäftsführer beim Verband der Vereine Creditreform e. V. Je nach Ausfall der Bonitätsbewertung werden so einerseits Geschäftspotenziale deutlich, andererseits können drohende Forderungsausfälle und damit Umsatzeinbußen durch die frühzeitige Identifikation von Ausfallrisiken verhindert werden.

Creditreform hat das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Unternehmen aufgegriffen und führt aktuell eine neue Auskunftsgeneration in den Markt ein. „Charakteristische Merkmale der neuen Generation sind das Angebot bedarfsgerechter Auskunftsformate für unterschiedlich große geschäftliche Risiken und die Nutzung einer nochmals erweiterten Datenbasis“, so Ulbricht. Mit diesen Produktinnovationen baut Creditreform die Markt- und Qualitätsführerschaft im deutschen Auskunftsmarkt weiter aus.

Weiter angestiegen ist auch die Zahl der von der Creditreform Tochter CEG Creditreform Consumer GmbH erteilten Privatpersonenauskünfte. Nach 17,3 Millionen im Jahr 2008 waren es zuletzt 21,6 Millionen. Die Datenbank der CEG enthält aktuell mehr als 73 Millionen personenbezogene Datensätze zu 53 Millionen Personen. Die Informationen stammen aus Kreditabwicklungen und Lieferungen, aber auch aus Schuldnerlisten, Insolvenzregistern sowie eigenen Mahn- und Inkasso-Verfahren von Creditreform.

Inkasso im Working Capital Management

Im Zuge der Wirtschaftskrise erkennen die Unternehmen ihre offenen Forderungen im Rahmen eines intensivierten Working Capital Managements mehr denn je als brachliegende Liquiditätsreserve. Infolgedessen wächst die Bedeutung eines aktiven Forderungsmanagements, um diese Liquiditätsreserven zu mobilisieren. Creditreform, einer der größten Inkasso-Dienstleister in Deutschland, wurde im Jahr 2009 in 1,5 Millionen neuen Fällen von Gläubigern mit der Realisierung von Forderungen beauftragt. Das Unternehmen unterstützt die Mitglieder in dieser Situation mit einem durchgängigen Inkasso-Service. Dabei können die Prozessschritte Mahnservice, Inkasso, gerichtliches Mahnverfahren, Vollstreckung und Überwachung in einer Hand konzentriert werden. Aus Gründen der Kosten- und Verfahrenseffizienz gilt es, sich konsequent auf diejenigen Forderungen zu konzentrieren, bei denen eine Realisierung der Außenstände wahrscheinlich ist. Dazu überprüft Creditreform frühzeitig die Bonität von Schuldnern durch den Zugriff auf aktuelle Bonitätsinformationen aus den Creditreform Datenbanken.

„Die Bestimmungen des § 28a des neuen Bundesdatenschutzgesetzes gelten ausdrücklich nicht für das Inkasso, da hier nur die Übermittlung von Inkasso-Daten an Auskunfteien geregelt wird“, so Ulbricht zum Thema Datenschutz. Offene Forderungen können somit wie bisher mit der Fälligkeit der Rechnung an das Creditreform Inkasso weitergegeben werden.

Wettbewerbsvorteil durch Factoring

Als spezialisierte Inkasso-Dienstleistung gewinnt Factoring, der regelmäßige Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen gegen sofortigen Erhalt des Kaufpreises, weiter an Bedeutung. Gerade der deutsche Mittelstand ist aufgrund restriktiver Kreditengagements der Banken immer häufiger auf alternative Finanzierungsformen wie Factoring angewiesen.

Crefo Factoring, ein Unternehmen der Creditreform Gruppe, konnte das Volumen der angekauften Forderungen im Jahr 2009 auf 782 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 765 Millionen Euro). Abnehmer drängen vermehrt auf die Einräumung langer Zahlungsziele oder eine Verlängerung bestehender Zahlungsziele. Diese Entwicklung verschärft die Liquiditätsproblematik in vielen Branchen und ist mit einer Erhöhung der Forderungsausfallrisiken verbunden. Durch Factoring werden diese Risiken auf den Factor übertragen, da er das Ausfallrisiko der angekauften Forderungen vollständig übernimmt. Die durch Factoring mögliche risikolose Verlängerung von Zahlungszielen ist in der aktuellen Situation ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.

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