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Städteranking 2008 - München wieder Spitze, Kassel legt zu

Kassel, 07.10.2008


Zum fünften Mal bereits haben die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und das Magazin WirtschaftsWoche die 50 wichtigsten deutschen Großstädte nach strukturellen und ökonomischen Gesichtspunkten bewertet. Hierbei sind München und Dresden erneut strahlende Sieger. Kassel landet als 24. zwar erneut nur im Mittelfeld, kann jedoch mit vier Plätzen die meisten aller Städte im Niveauranking im Vergleich zum Vorjahr gutmachen.

Bayerns Hauptstadt gewinnt auch in diesem Jahr und belegt den 1. Platz im Gesamtranking der 50 größten Städte Deutschlands - vor Münster, Frankfurt/Main, Karlsruhe und Düsseldorf. Im Dynamikranking, das ökonomische Faktoren untersucht, sichert sich Dresden erneut den ersten Platz. In keiner deutschen Großstadt entwickelte sich im Zeitraum 2002 bis 2007 die Wirtschaft besser als in der sächsischen Hauptstadt. Auf Dresden folgen Leipzig, Saarbrücken, Münster und Mannheim.

Im Gesamtranking landet Kassel auf Platz 24. Dieser setzt sich zum einen aus dem eher unterdurchschnittlichen 38. Platz im Niveau-Ranking und dem tollen 8. Platz im Dynamik-Rating zusammen, der einen klaren Aufwärtstrend dokumentiert.

Die nach Einwohnern 50 größten Städte Deutschlands wurden nach 104 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Arbeitseinkommen und Investitionen untersucht.

Wie die Ergebnisse zeigen, haben sich ostdeutsche Städte am dynamischsten entwickelt und befinden sich auf der Überholspur. Vor allem Dresden und Leipzig können durch hohes Wirtschaftswachstum auch den Arbeitsmarkt stärken und ihre Sozialstruktur verbessern. Chemnitz macht ganze 14 Plätze im Gesamtranking wett und verbessert seinen Wohlstand signifikant. Laut Wirtschaftswoche profitieren ostdeutsche Städte überwiegend von einer gelungenen Mischung aus attraktiven Arbeitskosten und hohen Investitionsquoten.

Das Großstadt-Ranking fördert zudem zwei weitere Trends zu Tage: Die Schere zwischen den führenden Städten (Top 10 im Niveau-Ranking) und den strukturschwachen Städten (Low 10 im Niveau-Ranking) schließt sich.

Bei der Wirtschaftskraft (BIP je Einwohner) haben die Städte auf den letzten 10 Plätzen immerhin 5,6 Prozent ihres Rückstands auf die Top 10 aufholen können. Der Abstand bei den Arbeitseinkommen ist nahezu unverändert.

Die Bedeutung eines hohen Bildungsniveaus für die Standortqualität einer Stadt wird durch das Großstädte-Ranking eindrücklich belegt. So weisen die Top 10-Städte des Dynamik-Rankings bei allen Bildungsindikatoren deutlich bessere Werte auf als die Städte auf den letzten 10 Plätzen.

Der von Wissenschaftlern der IW Consult GmbH errechnete Gesamtindex besteht zu gleichen Teilen aus dem Niveau-Ranking und dem Dynamik-Ranking.

In das Niveau-Ranking fließen absolute Werte - zumeist aus dem Jahr 2007 - ein, darunter Indikatoren wie Kaufkraft, Arbeitsplatzversorgung, Wirtschaftsfreundlichkeit, aber auch die Zahl der Hochqualifizierten und Schulden je Einwohner. Im Niveau-Ranking belegt München mit 77,0 von 100 möglichen Punkten erneut Patz 1, gefolgt von Frankfurt (67,2), Stuttgart (66,1), Düsseldorf (65,4) und Karlsruhe (62,1). Schlusslichter sind die Städte Leipzig (35,9), Gelsenkirchen (34,8), Berlin (33,8) und Halle (33,7).

In das Dynamik-Ranking fließen die Veränderungen dieser Indikatoren in den Jahren 2002 bis 2007 ein. Das gibt wirtschaftlich schwächeren Städten die Möglichkeit, ihre Anstrengungen und Zukunftsperspektiven zu dokumentieren. Dresden erreichte hier 64,5 von 100 möglichen Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgen Leipzig (62,7), Saarbrücken (61,9) und Münster (59,7). Die Letztplatzierten waren 2008 Mönchengladbach (40,6), Aachen (38,7), Mainz (38,2) und Wuppertal (37,1).

Weitere Informationen:
Gesamtübersicht der Platzierungen
Komplette Studie „Städteranking 2008“
Stärke-Schwäche-Profile aller 50 untersuchten Städte




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